Aerodynamik

Die Aerodynamik beschreibt das Verhalten von Körpern im Wind und die daraus resultierenden Gesetzmäßigkeiten. Im Radsport wird hierbei hauptsächlich der Luftwiderstand untersucht, welcher der Bewegung des Sportlers entgegenwirkt. In einem Rennen kann die Aerodynamik entscheidender Faktor über Sieg oder Niederlage sein, da der Luftwiderstand maßgeblichen Einfluss auf die Geschwindigkeit des Radsportlers hat.
Positiv beeinflussen kann man die Aerodynamik durch gezielte Veränderungen an Rad und Sportler. So kann eine optimierte Sitzposition, das Austauschen einzelner Fahrradteile und Kleidungsstücke oder die einfache Umdisponierung seiner Trinkflasche zu geringerem Luftwiderstand führen. Die verbesserte Aerodynamik verringert den Kraftaufwand, der Radsportler kann also bei gleichem Kraftaufwand ein schnelleres Tempo fahren.

Gerade beim Zeitfahren sowie im Triathlon spielt die Aerodynamik eine große Rolle. Im Leistungssport setzt man daher zunehmend auf Positionsanalysen und Messungen (der CdA). Dieser Wert bietet eine aerodynamische Vergleichbarkeit. Spezielle Komponenten wie Carbonlaufräder (zum Beispiel von HUNT oder ZIPP) sind mittlerweile „Pflicht für Profisportler“. Auch Socken, Rennanzüge und Helme spielen eine zunehmende Rolle und werden in der Weltspitze teilweise speziell auf den Fahrer angepasst.

Fahrer wie Alex Dowsett und Victor Campenaerts sind darüber hinaus Vorreiter im Bezug auf Aerodynamik in Straßenrennen. Gerade in Ausreißergruppen ist es für einen Fahrer wichtig auf seine Energiereserven zu achten und konservativ mit diesen zu haushalten. Wenn eine aerodynamische Sitzposition, sowie das richtige Material es dann ermöglichen über Stunden stets 15 oder 20 Watt zu sparen bzw. zahlreiche Sekunden an zusätzlichem Vorsprung herauszufahren, kann das schnell den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen. Viele Fahrer nutzen daher auch neben ihren Aero-Fahrrädern und Aerohelmen, spezielle Socken und vor allem Rennanzüge. Diese bieten zunehmend mehr Komfort.

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