Fahrtspiel

Das Fahrtspiel ist eine Trainingsmethode, bei der unplanmäßige Wechsel der Belastungsintensität stattfinden. Diese reicht beim Fahrtspiel von leicht bis submaximal, das Training dauert zwischen 30 Minuten und 3 Stunden. Das Fahrtspiel ist eine variable Dauerleistungsmethode. Das heißt es wird über einen großen Teil der Trainingseinheit beibehalten ohne zusätzliche Pausen zu befolgen. Es gelten lediglich die „festgelegten Regel“ (diese können wie unten beschrieben natürlich je nach Einsatzzweck und Trainingsziel variieren bzw. bel).

Das Fahrtspiel ist neben dem Radsport auch bei Athleten im Mittel- und Langstreckenlauf beliebt. Es zeichnet sich dadurch aus, dass die Belastungsintensität nicht genau vorgegeben wird, sondern in Abhängigkeit äußerer Faktoren variiert. So kann der Sportler zum Beispiel das Gelände nutzen und bergauf je ein Tempo wählen, das für die länge des Anstiegs angemessen, aber sehr intensiv ist und bergab sowie im flachen Erholungspausen machen. Natürlich sind auch andere Konstellationen denkbar: Anstiege und Abfahrten werden ruhig gefahren, im Flachen wird ein Zeitfahrtempo im Schwellenbereich EB gewählt.

Auch beliebt ist das Fahrtspiel mit einem Trainingspartner und so vor allem im Kinder- und Jugendtraining verschiedener nationaler Sportverbände verankert. Als Trainingsrennen können sich die Fahrer gegenseitig attackieren und dabei Techniken wie das Fahren in einer Gruppe, am Hinterrad und speziell auch auf der Windkante erlernen. Das im Radsporttraining verbreitete sprinten auf Ortsschilder kann auch als Fahrtspiel eingeordnet werden, dies gilt insbesondere dann wenn man die Intensität variabel hält – mal nur wenige Sekunde sprintet und andere Ortsschilder über mehrere Kilometer anfährt.

Das Fahrtspiel ist auch im Leistungssport bis heute oft teil eines Trainingsplan, da die Kombination unterschiedlicher Intensitäten eine ganz eigene Belastung mit sich bringt und den Sportlern ein mentale Abwechslung bietet. Man spricht dabei auch schonmal von dem Begriff Rennsimulation.

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