Periodisierung

Ein Sportler kann nicht ganzjährig in Topform sein. Diese Tatsache führt zu einer Periodisierung des Trainingsrythmus, da ansonsten die Gefahr besteht, dass die anabole Gesamtsituation in eine katabole übergeht. Im Rahmen der Trainingssteuerung werden langfristig aufbauende, stabilisierende und reduzierende Belastungsperioden eingesetzt.

Durch dieses System der Periodisierung können Belastungsüberforderungen vermieden und andererseits höhere Belastungsspitzen zu bestimmten Zeiten erreicht werden.

Im Kleinen geht man da von einzelnen Trainingsblöcken aus. Für trainierte Athleten hat sich dabei ein 3-1 Verhältnis etabliert. Das heißt es wird an drei aufeinander folgenden Tagen trainiert und dann ein Ruhetag eingelegt. Für besonders Junge oder noch nicht so trainierte Sportler und Einsteiger in den Sport kann auch ein 2-1 Verhältnis genutzt werden. Da Erholungsphasen bereits nach je zwei Tagen Belastung anstehen, hilf das dabei Übertraining und Verletzungen in Folge von chronisch hoher Belastung (und mangelnder Regeneration) zu vermeiden.

Darüber hinaus steigert man das Trainingsvolumen oft in einer Periodisierung über Wochen. Das heißt zwei oder drei Wochen mit ansteigendem TrainingStress (Volumen und/oder Intensität) werden von einer Ruhewoche begleitet (auch hier trainiert man im 3-1 bzw. 2-1 Verhältnis).

Im Saisonverlauf beschreibt die Periodisierung den Verlauf der einzelnen Trainingsphasen. Für einen Ausdauersportler gehören dazu die Off-Season, die Vorbereitung, vor allem die Entwicklung der Grundlagenausdauer, sowie schließlich die Spezialisierung und die Wettkampfphase. Ein klassischer Ansatz wäre dabei, in der Vorbereitung mit einem besonders hohen Trainingsvolumen, bei jedoch geringer Intensität zu trainieren. In der Spezialisierung wird das Volumen dann reduziert und man setzt z.B. auf spezifische Intervalleinheiten im EB oder SB.

Manche Trainer sollen in der Trainingssteuerung ihrer Athleten auch eine Saisonperiodisierung vornehmen. Das ist gerade bei olympischen Disziplinen verbreitet wo man nach einem Olympischen Vierjahres-Zyklus vorgeht. Da diese Sportarten oft mit weniger Geld und Medienpräsenz ausgestattet sind, ist es besonders wichtig bei Olympischen Spielen Höchstleistungen abzurufen. So folgt auf eine (anstrengende) Olympiasaison ein etwas ruhigeres Jahr mit weniger Wettkämpfen und einem Gesamt-Trainingsvolumen das vielleicht eher im unteren Bereich für einen Profisportler liegt, bevor man sich über die folgenden Jahre wieder steigert und konstant versucht die Höchstform aufzubauen.

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