Köln Schuld Frechen Panorama

Komoot Classics: Köln Schuld Frechen

Köln Schuld Frechen – der zweite Teil unserer Komoot Classics ist ein echter deutscher Klassiker und wahrscheinlich nicht ganz so bekannt wie das Radsport-Monumente Mailand SanRemo, trotzdem ist die Strecke aus unserer Sicht ein ebenso großes Highlight.

Köln-Schuld-Frechen, war über Jahre als das Deutsche Mailand SanRemo bekannt und gehörte für Amateure und Profis fest zum Frühjahrsprogramm. Die klassische Austragung Ende März, die oft mit dem italienischen Klassiker zusammen fiel, war da wohl der Auslöser.

Die Renngeschichte

Erstmals 1920 durch den RC Delia 09 organisiert, wurde das Rennen zunächst unter dem Titel Köln-Münstereifel-Köln und später Köln-Euskirchen-Köln ausgetragen. Von 1952, bis zur letzten Austragung im Jahr 2012 wurde das Rennen ununterbrochen durch den Verein RC Adler Köln organisiert. Start und Ziel befanden sich traditionell in der Kölner Innenstadt, bevor beides 1969 nach Frechen verlegt wurde. Von dort führte die Strecke nach Schuld im Ahrtal und wieder zurück.

Ortsdurchfahrt Gymnich beim DIY Frühjahrsklassiker Köln-Schuld-Frechen
Die Strecke von Köln-Schuld-Frechen führt mitten durch Gymnich

Das dieses Rennen seit mittlerweile schon fast 10 Jahren nicht mehr stattfindet ist für uns ein echter Verlust. Das Rennen war nicht nur ein traditionsreiches Event. Es war auch eins der letzten echten Straßenrennen für Amateure. Über eine so lange Strecke vollständig gesperrt und nur für sich zu haben ist für jeden Sportler doch ein außergewöhnliches Erlebnis – richtiges Profi-Feeling. Wir wollen an dieser Stelle aber nicht zu lange in Erinnerungen schwelgen, sondern einfach an dieses Event erinnern und vielleicht den ein oder anderen dazu bringen die Strecke nachzuerleben.

Streckenführung

Für unsere Komoot Classics Edition des Rennens Köln Schuld Frechen haben wir uns an der ehemaligen Amateurstrecke der B/C-Klasse orientiert. Mit einer Länge von knapp 150 Kilometer führt diese nicht bis nach Schuld, sondern über Euskirchen nach Bad Münstereifel. Hier lag mit dem Anstieg Weinstein in Eicherscheid der einzige Berg und zugleich Scharfrichter des Rennens. Danach geht die Streckenführung leicht abfallend zurück nach Frechen.

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Einen Tag bevor wir uns jedoch unserer eigenen Austragung stellen konnten, haben wir uns kurzfristig entschieden die Strecke umzuplanen. Da der Wetterbericht am letzte Märztag bereits Temperaturen von 20° C vorhersagte, wollten wir keine Zeit mit dem Ein- und Ausladen der Räder, so wie der Autostrecke nach Frechen und zurück verbringen.

Gesagt – getan. Mit der Komoot Funktion „Ähnliche Tour planen“ haben wir den Start kurzerhand nach Aachen gelegt. Das war wirklich einfach und so konnten wir das Wetter wirklich genießen. Die neue Strecke ist mit 190 Kilometern einen ganzen Schlag länger, aber verspricht doch ein ähnliches Erlebnis. OK – wir sammeln ein paar mehr und neue Höhenmeter, aber es lohnt sich, versprochen.

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Aachen-Schuld-Aachen

Ein vielleicht etwas erlogener Titel für die neue Strecke, es geht ja gar nicht bis nach Schuld, aber gut. Los geht es dabei jetzt über Kornelimünster und Breinig in Richtung Düren. Von hier aus erreicht man dann gut die Originalstrecke. Diese verlassen wir später in Kall, anstatt zurück nach Frechen zu fahren, geht es dann in Richtung Rursee bis nach Simmerath und schließlich zurück nach Aachen.

Ein Frühsommertag

Als wir am 31 März unser DIY Köln Schuld Frechen gestartet haben, hätten wir von besserem Wetter nicht träumen können. Mit fast konstant über 20 Grad haben wir den wohl schönsten Frühjahrstag erwischt. Was ein Tag zum Radfahren!

Der erste Abschnitt führte aus Aachen heraus nach Kornelimünster. Raus aus dem städtischen Verkehrschaos ging es über die Dörfer Breinig, Mausbach und Gressenich nach Schevenhütte von wo aus sich der erste Anstieg hinaufschlängelt. Bei fast schon Ardennen-ähnlicher Straßenqualität (das heißt soviel wie, Schlaglöcher soweit das Auge reicht) fährt man hier im Schatten des Waldes oberhalb der Wehebachtalsperre entlang. Das ist auch der Grund warum man hier auf für Eifelverhältnisse wenig Motorradfahrer trifft. Oben angekommen galt es dann die Konzentration aufrecht zu erhalten, um den Schlaglöchern der folgenden Abfahrt in Richtung Düren auszuweichen.

Durch Düren trafen wir anschließend wieder auf etwas mehr Verkehr, was aber direkt im Anschluss belohnt wird. Den restlichen Tag sollten wir auf fast keine Ampel mehr treffen. Das von hieran meist flache Rheinland führte uns als nächstes über Golzheim und Nörvenich bis nach Gymnich. Hier angekommen sind wir nun endlich auf auf der alten Strecke des Klassikers Köln Schuld Frechen.

Radfahrer am Unterlenker

Von hier folgen wir Landstraßen, die meist mit einem Radweg oder großzügigen Seitenstreifen ausgestattet sind in Richtung Euskirchen. Die etwas kleineren Straßen, die diesen Luxus nicht bieten, sind dafür recht wenig befahren so das man auch hier alleine oder in einer kleinen Gruppe gut unterwegs sein kann.

Boxenstop bei Köln Schuld Frechen

Auf dem Weg durch Euskirchen legen wir einen kurzen Boxenstop ein, blöd nur das wir unsere Masken zu Hause vergessen haben. Nach kurzer Überlegung haben wir am Nachtschalter der Tankstelle geklopft. Der sichtlich verwirrte Verkäufer war allerdings sehr freundlich und hat uns eine FFP2-Maske verkauft und herausgereicht, so dass wir den Laden sicher betreten konnten.

Hinter Euskirchen merkt man dann mit jedem Meter das es in Richtung Eifel geht. Immer leicht bergauf geht es nach Bad Münstereifel. Wer hier aber schon denkt im früher entscheidenden Berg von Köln Schuld Frechen zu sein, hat sich getäuscht.

In Eicherscheid ist es dann so weit. Kurz nach dem man in den Ort hineinkommt geht es rechts um die Ecke und schneller als es einem lieb ist befindet man sich in dem maximal 11% steilen Berg.

Oben angekommen

Hat man die erste Rampe erstmal überwunden, zieht sich der Berg für ein paar Minuten weiter am Berg entlang. Die schnellsten Zeiten findet man bei Strava mit etwas mehr als 6 Minuten, in einem aber doch noch eher lockeren Tritt unterwegs haben wir etwas mehr als 11 Minuten benötigt. Nach einem kleinen Plateau folgt geht es in die folgende Abfahrt. Das nun der Anstieg Frohngau folgt, würde man im Renngeschehen gar nicht merken und auch für uns fühlen sich die 3,5 Kilometer bei nur 3,3% sehr locker an. Wer dieses Stück aber geschafft hat, ist aber wirklich oben angekommen. Und auf den kommenden Abschnitt, darf man sich freuen.

Anfangs etwas wellig, aber doch schnell und insgesamt abfallend führen die nächsten 15 Kilometer nach Kall. Wenn der Wind richtig steht ist man hier schön zügig unterwegs. In Kall angekommen verlassen wir nun die klassische Streckenführung von Köln Schuld Frechen. Wir folgen der Landstraße durch das Tal nach Gemünd. Hier haben wir uns an einer Tankstelle die Zeit genommen um erneut unsere Trinkflaschen aufzufüllen.

Komoot-Trinkflaschen auffüllen bei Köln-Schuld-Frechen, Stay Hydrated
Stay Hydrated! Was an heißen Sommertagen eigentlich jedem bewusst ist, gilt auch im Frühjahr und Winter. Flüssigkeitsmangel und Dehydrierung sind ein echter Performance-Killer

Erneut Bergauf

Die Überschrift sagt es bereits, nach der kurzen Tankstellenpause ging es für uns erneut bergauf. Hoch nach Herhahn hat Komoot für uns aber nicht den klassischen Anstieg über die Landstraße, den wir aus zahlreichen Eifelrunden kennen, sondern eine kleinere Nebenstraße gewählt. Dieser war definitiv etwas steiler als die gewohnte Strecke, ein echter Formscheck im Frühjahr und ein richtiges Highlight für unser Köln Schuld Frechen.

1,6 Kilometer bei durchschnittlich 7,5% Steigung. Dabei geht es immer wieder mit mehr als 10%, maximal sogar mit 13,6% bergauf! Und dabei reden wir nur über den schlimmsten Part, anschließend geht es nochmal gut 1,5 Kilometer bei um die 3% weiter durch das Feld, das erlaubt nicht so wirklich eine Atempause.

Das ist ja fast wie Redoute!

Christoph, eher Sprinter als Bergfahrer

Hör ich zwischendurch hinter mir – naja die ist mit maximal 17% dann vielleicht doch noch etwas steiler, aber das hier ist definitiv auch anstrengend genug gewesen.

Aber es hat sich gelohnt, wer die jetzt kommende Abfahrt nach Einruhr bereits kennt, freut sich bereits. Traumhaft schlängelt sich diese zwischen den Bäumen den Hang hinab.

Der letzte Anstieg

Wenn man auf unserer DIY Köln Schuld Frechen Runde nun über die Rurseebrücke in Einruhr rollt, fallen bei allen Nicht-Bergfahrern bestimmt wieder die Mundwinkel in den Keller – schon wieder bergauf?

Komoot Classic Eifelpanorama
Der Ausblick über den Rursee in Richtung Einruhr ist traumhaft – Eifelpanorama

Ja, ein letztes für diese Route müssen wir einen richtigen Berg hoch. Hinauf nach Simmerath fährt man gut und gerne mal mehr als 20 Minuten, dafür aber sehr gleichmäßig und nie richtig steil. Neben dem guten Gewissen das es der letzte Berg des Tages ist, erhält man einen wunderbaren Ausblick auf den Rursee. Wer will kann sich an einer der Tankstellen in Simmerath oder Lammersdorf noch einmal verpflegen, wirklich notwendig ist das aber nicht. Auf dem Radwanderweg Vennbahntrasse geht es bis nach Raeren und von hier über Lichtenbusch zurück zum Startort, anschließendes Eis inklusive, denn das hat man sich nach diesem DIY Köln Schuld Frechen definitiv verdient.

Traumhafter Sonnenuntergang am Ende eines warmen Frühjahrstages beim DIY Komoot Classic Köln-Schuld-Frechen
Die letzten Sonnenstrahlen eines tollen Frühjahrstages

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